Neues Konzept zur
Markenkommunikation im Fachhandel und beim Konsumenten
Der holländische Teespezialist Bredemeijer ist aus der Fachhandelslandschaft
nicht mehr weg zu denken. Jedoch ist die berühmte doppelwandige
Edelstahlteekanne in ihrer hochglänzenden Kugeloptik sicher vielen Menschen
eher ein Begriff als das dahinterstehende Unternehmen. Grund genug für uns,
einmal genauer nachzufragen. Im Vorfeld der Frankurter Messe trafen wir uns
daher mit dem neuen Europavertriebsleiter Patrick Everts.
Digest: Herr Everts, wir kennen Sie ja nun schon viele Jahre in unserer
Branche. Als Europa-Vertriebsleiter des englischen Keramikherstellers Denby
oder als Mitinitiator der „hot und kool“ Messe in Berlin. Wie haben Sie den
Weg zu Bredemeijer gefunden?
Everts: Nun, Bredemeijer ist ein holländisches Unternehmen und hat
seine Exportschwerpunkte im Augenblick in Frankreich und Deutschland. Als
gebürtiger Belgier bin auch ich in diesem Länderdreieck groß geworden und
zwar sowohl persönlich wie auch beruflich. Das verbindet! Nein im Ernst, in
meiner langen Tätigkeit für verschiedene Hersteller im GPK-Bereich bin ich
immer mit dem Thema Tee konfrontiert worden und wenn man Tee sagt, kommt man
an Bredemeijer nicht vorbei. Irgendwann, vor etwa zwei Jahren, habe ich mich
dann mit Rene Bender (Anm. d. Red.: Inhaber und Geschäftsführer von
Bredemeijer) getroffen, und da sowohl die geschäftliche wie auch die
persönliche Chemie von Anfang an stimmte und Synergien unübersehbar waren,
haben wir eine Zusammenarbeit beschlossen in der ich für den Exportaufbau
von Bredemeijer verantwortlich sein werde.
Digest: Was sind denn genau Ihre Aufgaben?
Everts: Bredemeijers Schwerpunkt wird auch in Zukunft eindeutig im
deutschen Markt liegen. Dazu haben wir ein eigenes Verkaufsbüro in
Leer/Ostfriesland eingerichtet und decken mit unserem Vertriebsteam den
kompletten deutschen Markt von Ost-Rauderfehn bis Bad Reichenhall ab.
Trotzdem sind wir in Deutschland wesentlich stärker durch unsere Produkte,
allen voran die hochglanzpolierte doppelwandige Edelstahlteekanne „Duet“
bekannt, als durch unseren Markenauftritt. Das wollen wir ändern. Dazu werde
ich meine langjährigen Kenntnisse im Bereich GPK-Handel und Design zur
Unterstützung unserer Außendienstmannschaft und als Key-account-Manager
einsetzen. Weiterhin werden wir einige Anpassungen im Marketing und in
unserer Außendarstellung vornehmen, um einerseits die Verbindungen zwischen
Hersteller und Fachhandel zu intensivieren und andererseits den Verbraucher
auf die besondere Kompetenz unserer Marke beim Thema Tee aufmerksam zu
machen. Wir haben das Glück, viele motivierte und engagierte Händler in
unserem Kundenstamm zu haben. Wir wollen aber weitere Händler an Bord holen
und die Marke im Fachhandel sowie im Großkundenbereich – auch dort sind wir
sehr erfolgreich – weiter ausbauen. Damit schließen sich sukzessive
vorhandene Lücken im Händlernetz und der Durchverkauf beim bestehenden
Handel wird nachhaltig stimuliert. Sie wissen ja, je öfter ein Produkt
gesehen wird, desto stärker verankert sich der Wunsch, es zu besitzen, in
den Köpfen der Verbraucher.
Digest: Das macht neugierig! Wie wollen Sie das erreichen?
Everts: Tee ist auf Platz zwei der Liste der meistgetrunkenen
Getränke auf der Welt. Tee ist und bleibt Trend. Sicher auch auf Grund der
gedanklichen und faktischen Verbindung mit den Themen Wellness, Wohlfühlen,
Gesundheit und der sozialen Komponente bei Zubereitung und Genuss, trinkt
der deutsche Konsument mittlerweile mehr Tee pro Kopf als Wein. Meine
Aufgabe wird es sein, „Wohlfühlen“ und „Gemütlichkeit“ in den Fokus zu
rücken und die beiden positiven Begriffe mit unseren Produkten zu
verknüpfen. Dazu setzen wir ab sofort auf eine neue Bildsprache, die die
Agentur kpr kommunikation/München für uns entwickelt hat. Sie zeigt auf
großen Postern und Plakaten unsere Produkte zusammen mit verschiedenen
Teegenießer-Typen. Momentan gibt es zwei „Typologien“. Für die bereits
erwähnte Designerkanne „Duet“ und für das Pendant dazu aus Glas, die „Duo“.
Unterschiedliche Typen erzählen hier kleine nacherlebbare Geschichten und
haben alle Eines gemeinsam: Sie setzen auf ein bestimmtes Produkt und auf
eine Marke: Bredemeijer. Beide „Typologien“ verbindet der gleiche Slogan:
„Den Tee genießen, den Genuss erleben, das Leben begreifen.“ Wobei ich das
Wort begreifen durchaus wörtlich nehmen möchte. Denn die „Software“ – der
beste Tee – benötigt immer die perfekte „Hardware“ und das sind aus meiner
Sicht zum Beispiel unsere doppelwandigen, isolierenden Teekannen.
Digest: Wo wird man denn die neue Bildsprache zu Gesicht bekommen?
Everts: Oh, eine Vielzahl der Händler hat sie schon gesehen! Wir sind
im Frühjahr traditionell auf den wichtigsten Ordermessen in Deutschland
vertreten. Bereits im Januar waren wir in München auf der TrendSet, in
Hamburg konnte man uns auf der EarlyBird in Dortmund auf der Innowa und in
Bielefeld auf der EK-Live besuchen. Das haben auch viele Handelspartner so
gemacht und die Resonanz war durch die Bank äußerst positiv. Bevor wir auch
nach Leipzig kommen, zeigen wir uns mit unserem neuen Auftritt an einem
neuen Platz auf der neuen Ambiente noch dem internationalen Publikum. Eine
spannende Sache! Unsere neue Optik wird Step by Step natürlich auch in
unsere allgemeine Kommunikation einfließen. Sprich Anzeigenmotive, Kataloge
und POS-Material werden deutlich emotionaler und sind damit wesentlich näher
beim Konsumenten. Aber was halten Sie davon? Wir laden Sie und Ihre Leser
ein, sich mit einer schönen Tasse Tee auf unserem Stand während der
kommenden Ambiente ein wenig zu entspannen. Das ist dann vielleicht eine
kleine Wohlfühl-Oase auf einer (hoffentlich) geschäftigen Messe!
Digest: Vielen Dank Herr Everts, darauf kommen
wir gerne zurück! Wir wünschen Ihnen viel Glück bei Ihrer neuen Aufgabe und
sind schon gespannt, was sich 2010 noch so alles bei Bredemeijer tut!