Cooking in Natural Clay „Made in Germany“ Since 43 year the name of Römertopf is standing for fat-free, low-calorie and health-conscious cooking in natural clay from the German region of Westerwald. In its brand communication, the company is committed to the location Germany. DIGEST spoke with Michel Rouland, Sales Manager and Commissioner of Römertopf Keramik GmbH. DIGEST: The brand Römertopf is always communicated together with the label "Made in Germany". What makes you so proud of the location? Michel Rouland: Since 1967, we produce with conviction and enthusiasm in Germany, in the beautiful area of Westerwald. At times, this has been quite a challenge. However we answer the question, whether the production of our roasters in Germany is worthwhile, with a clear Yes! - just "Yes to Germany!", same as the initiative supporting German manufacturers in a special way is called "Yes to Germany”. In 2008, the initiative has nominated us amongst others as Company of the Year. In the today's context a sheer production "Made in Germany" is and remains – in regard of the ubiquitous availability of goods from Far East - a conscious decision forcing us to improve constantly even in the smallest items and always perceiving and exploiting the advantages of our location. DIGEST: Despite your enthusiasm for the beautiful Westerwald, how you can meet the challenges from Far East and the world factory China? Michael Rouland: Definitely our markets are dominated by import products from Far East. But for us quality "Made in Germany” means the empowerment of all advantages of the site: very short routes, freight free delivery to our retail trade starting from 280 euros of value, and also a constant, every time food-safe and result-safe quality of our products which is controlled in every way by government authorities in this country. Added is the loyalty to our unique material, the high quality Westerwald clay. The processing and shaping of high quality roasters made of natural clay requires a high degree of technology, know-how and experience as well as a strong quality management, for clay does not forgive any mistakes and so does certainly not a production focused on cheapness. DIGEST: A brave strategy in a time when the suppliers all offer stainless steel, glass, aluminium and cast iron from one source. Michael Rouland: Just in the last three years we have experienced our specialisation and focusing as very successful. In our specialised market with large clay roasters we see that in the absolute value entry field there is no mass market to conquer, which is the result of Far East sourcing in many industries, Römertopf roasters are and remain, compared with metal or glass pots, competitive roasting pans that we produce and offer in a reasonable and acceptable price-performance ratio. Essentially, by the means of high premium rates we have never made possible Far East souring undercutting every price on a grand style. Through this balanced and deliberate pricing strategy, our roasters are always popular, traditional, stylish and linking generations. DIGEST: Römertopf is a brand anchored in the consciousness of European consumers, this indicates that you have it easier. Michel Rouland: Yes and no. For with such a traditional brand the consumer is right to expect a production in Germany, especially with our typically German-sounding brand name. Here a dedicated, long-term brand management is requested. Thus we consider the predicate "Made in Germany" in our communication as a brand that we market, sames as our own brand "Römertopf”, world-wide as a message for typical German attitudes in regard to cooking an enjoying.
Kochen im Naturton „Made in Germany“ Seit 43 Jahren steht der Name Römertopf als Synonym für fettfreies, kalorienarmes und gesundheitsbewusstes Kochen im Westerwälder Naturton. Das Unternehmen bekennt sich in seiner Markenkommunikation zum Standort Deutschland. DIGEST sprach mit Michel Rouland, Vertriebsleiter und Prokurist der Römertopf Keramik GmbH. DIGEST: Die Marke Römertopf wird stets in Verbindung mit dem Signet „Made in Germany“ kommuniziert. Was macht Sie so stolz auf den Standort? Michel Rouland: Seit 1967 produzieren wir aus Überzeugung und mit Begeisterung in Deutschland, im schönen Westerwald. Das war zeitweise durchaus eine Herausforderung. Dennoch beantworten wir die Frage, ob sich die Fertigung unserer Bräter in Deutschland lohnt, eindeutig mit: Ja! – eben „Ja zu Deutschland!“, so wie die Initiative „Ja zu Deutschland“ heißt, die deutsche Hersteller in besonderer Weise unterstützt, von der wir 2008 unter anderen zur Firma des Jahres nominiert wurden. Im heutigen Kontext ist und bleibt eine reine Produktion „Made in Germany“ – bei der allgegenwärtigen Warenverfügbarkeit aus Fernost – eine bewusste Entscheidung, die uns zwingt, auch in den kleinsten Dingen immer wieder besser zu werden, stets die Vorteile unseres Standortes wahrzunehmen und auszuschöpfen. DIGEST: Trotz Ihrer Begeisterung für den schönen Westerwald, wie können Sie gegen Fernost und die Weltfabrik China bestehen? Michel Rouland: Ganz klar werden unsere Märkte von Importprodukten aus Fernost dominiert. Für uns bedeutet Qualität „Made in Germany“ die Aktivierung aller Standortvorteile: sehr kurze Wege, frachtfreie Belieferung unserer Fachhändler ab 280 Euro Warenwert, aber auch eine gleichbleibende, in jeder Hinsicht durch behördliche Instanzen hierzulande kontrollierte, jederzeit gegebene lebensmittelechte und ergebnissichere Qualität unserer Produkte. Hinzu kommt die Treue zu unserem einzigartigen Werkstoff, dem hochwertigen Westerwälder Ton. Die Verarbeitung und Formgebung hochqualitativer Bräter aus Naturton benötigt ein großes Maß an Technologie, Know-how und Erfahrung sowie ein starkes Qualitätsmanagement, denn Ton verzeiht keine Fehler und schon gar nicht eine auf billig ausgerichtete Produktion. DIGEST: Eine mutige Strategie in einer Zeit, in der Anbieter alles aus Edelstahl, Glas, Alu- oder Eisenguss aus einer Hand anbieten. Michel Rouland: Unsere Fokusierung und Spezialisierung haben wir gerade in den letzten drei Jahren als sehr erfolgreich erlebt. In unserem spezialisierten Markt mit großen Tonbrätern sehen wir, dass im absoluten Preiseinstiegsbereich keine Massenmärkte zu erobern sind, was in vielen Branchen eine Fernostbeschaffung zur Folge hat. Römertopf-Bräter sind und bleiben, verglichen mit Metall- oder Glastöpfen, preiswerte Bräter, die wir in einem vernünftigen und tragbaren Preis-/Leistungs-Verhältnis produzieren und anbieten. Im Prinzip haben wir durch hoch gehaltene Premiumpreise eine preislich alles unterschreitende Fernostbeschaffung im großen Stil nie möglich gemacht. Durch diese ausgewogene und bewusste Preisstrategie sind unsere Bräter stets populär, traditionell, generationsverbindend und kultverdächtig. DIGEST: Römertopf ist eine im Bewusstsein des europäischen Verbrauchers verankerte Marke, da haben Sie es auch leichter. Michel Rouland: Ja und nein. Denn bei einer so traditionellen Marke erwartet der Konsument zu Recht eine Fertigung in Deutschland, gerade durch unseren typisch deutsch klingenden Markennamen. Hier ist ein engagiertes, über Jahre angelegtes Markenmanagement gefragt. So betrachten wir in unserer Kommunikation das Prädikat „Made in Germany“ wie eine Marke, die wir wie unsere eigene Marke „Römertopf“ weltweit als Botschaft einer typisch deutschen Koch- und Genussweise vermarkten.
Holger Raithel
Innovation trifft Tradition Ein klares Bekenntnis zum Standort war die Namensgebung der Kahla/Thüringen Porzellan GmbH im Jahr 1994. Daran wird der heutige Geschäftsführer Holger Raithel auch in Zukunft festhalten. DIGEST hat ihn zum Thema „Made in Germany“ befragt.
DIGEST: Das Jubiläum „300 Jahre deutsches Porzellan“ ist ein guter Anlass, über Deutschland und den Qualitätsbegriff „Made in Germany“ nachzudenken. Was verbinden Sie mit dem Produktionsstandort Deutschland? Holger Raithel: Kahla setzt auf „Made in Germany“. Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung in Deutschland bewusst. „Made in Germany“ ist nicht nur ein internationales Qualitätssiegel, wir erfüllen damit auch strenge, weltweit gültige Umwelt- und Sicherheitsansprüche. Unser klares Bekenntnis zur Produktion in Kahla sichert zudem 300 Arbeitsplätze in Thüringen und vermeidet überflüssige Transportwege. Bereits heute setzen Verbraucher auf die Flexibilität und Verlässlichkeit von „Made in Germany“-Produzenten. Mit unserer „Kahla-Nachhaltigkeitsstrategie Pro Öko“ gehen wir einen Schritt weiter: Eine Vielzahl an erfolgreich umgesetzten Projekten zur ökologischen Produktion spart jedes Jahr Millionen Liter Trinkwasser und Tausende Tonnen CO2-Ausstoß. DIGEST: Zu welchen Konzepten oder Ideen hat Sie das Porzellanjubiläum inspiriert? Holger Raithel: Unter dem Motto „Innovation trifft Tradition“ präsentieren wir anlässlich des Porzellanjubiläums in diesem Jahr zwei Design-Editionen mit historischen Anklängen. Mit Blau Saks „blue touch!“ und Five Senses „Centuries“ schlagen wir den Bogen von den Anfängen der deutschen Porzellangeschichte zu den innovativen Formen, Dekoren und Verfahren von heute. DIGEST: Kahla hat sich als Design-Marke etabliert. Kommt auch das Design aus deutschen Köpfen und Händen? Holger Raithel: Nicht nur. „Made in Germany“ trifft zwar bei einem Großteil unserer Kollektionen auch auf das Design zu, wir arbeiten allerdings auch mit internationalen Designern zusammen. Mit unseren beiden Designerinnen Barbara Schmidt (Berlin) und Mirjami Rissanen (Finnland) beschäftigen wir zwei international vielfach ausgezeichnete Trendsetterinnen. Beide haben ihre eigene Handschrift, harmonieren aber auch wunderbar zusammen, wie es die Kollektion Diamonds & Pearls zeigt. Bereits seit mehreren Jahren arbeiten wir auch sehr erfolgreich mit dem Designer-Trio speziell® aus Offenbach zusammen. Sie waren nicht nur die Ideengeber für touch!, von ihnen stammt auch das Design der Serien Opus und Tao. Ab Mitte Juni freuen wir uns auf 12 internationale Designer aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Polen, Ungarn, Finnland und Frankreich, die im Rahmen des Porzellanworkshops „Kahla Kreativ“ vier Wochen lang unter dem Motto „Erfinden“ ihre kreativen Ideen bei uns im Werk in Kahla umsetzen. Höhepunkt der Veranstaltung wird ein Forum am 9. Juli 2010 sein, bei dem die Teilnehmer im Kreis hochkarätiger Experten ihre Arbeiten präsentieren. DIGEST: Kahla/Thüringen ist ja auch ein Stück deutsche Geschichte. Wie sehen Sie sich als heutiges Familienunternehmen der Historie des Hauses verbunden? Holger Raithel: Die Tradition, seit 1844 am Standort, verpflichtet. Mit der Neugründung der Kahla/Thüringen Porzellan GmbH im Jahr 1994 musste sich mein Vater Günther Raithel zahlreichen Herausforderungen wie veralteten Produktionsanlagen, überalterten Sortimenten und einem nicht zukunftsfähigen Kundenstamm stellen. Eine Marke „Kahla“ existierte nicht. Nur durch umfangreiche Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro in neue Technologien am Standort Kahla, innovative Designkonzepte sowie eine kontinuierliche Markenstrategie konnte die Marke Kahla aufgebaut werden. Inzwischen haben wir uns zu einem der modernsten Porzellanunternehmen Europas entwickelt.
Serie Five Senses mit Tassen Centuries
Serie Blau Saks mit blue touch!-Elementen
www.kahlaporzellan.com
Harald Wüsthof
Manufakturarbeit im Einklang mit Robotern
Modernste Fertigungsanlagen
Wüsthof ist weltweit Synonym für „Made in Germany“ DIGEST: Beim Gang durch die Fertigung fällt die moderne Produktion der Qualitätsmesser auf. In welche technische Neuerung hat Wüsthof zuletzt investiert? Harald Wüsthof: Seit Generationen achten wir darauf, dass die Produktion stets auf dem neuesten Stand der Technik ist. Dabei fließen die Anregungen unserer Mitarbeiter ebenso mit ein wie auch ökonomische und ökologische Aspekte. In unseren beiden Solinger Fertigungsstätten befindet sich die modernste Messerfertigung der Welt. Aktuell investiert Wüsthof in eine Photovoltaikanlage, die auf den Dächern der Produktionshallen montiert wird. Mit dieser Investition setzt Wüsthof ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit und mehr Klimaschutz. Insgesamt wurden 900 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 1.500 Quadratmetern installiert. Dadurch können in den nächsten 20 Jahren rund 1,2 Millionen Kilowattstunden gewonnen und circa 850.000 Tonnen CO2 vermieden werden. Den so erzeugten Strom speist Wüsthof in das örtliche Stromnetz ein. Damit können mehr als 12 vierköpfige Haushalte 20 Jahre mit Umweltstrom versorgt werden. DIGEST: Gab es noch weitere technische Verbesserungen in der Produktion? Harald Wüsthof: Im Rahmen des kontinuierlichen Prozesses optimieren wir laufend die Fertigung bzw. die Fertigungsabläufe. Aktuell arbeiten wir an einem Projekt, über das ich Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts Näheres sagen möchte. Nur so viel sei an dieser Stelle verraten: es handelt sich hierbei um die wichtigste Eigenschaft eines Messers – die Schärfe! DIGEST: Die stetige Modernisierung der Fertigung ist die eine wichtige Säule des Unternehmens. Gibt es auch auf anderen Gebieten etwas Neues zu berichten? Harald Wüsthof: Auch im Vertrieb und Marketing bleiben wir nicht stehen, ohne jedoch mit unserer Tradition zu brechen. Seit Kurzem haben wir einen neuen Internetauftritt, der noch mehr Einblick in die Welt der Wüsthof-Schneidwaren gibt. Der interessierte Konsument erfährt nicht nur Wissenswertes rund um das Unternehmen und dessen Produkte, sondern kann auch gleich nach dem Fachgeschäft in seiner Nähe suchen. Darüber hinaus lassen sich Videos und Kataloge herunter geladen. Geplant ist, in einem separaten Händlerbereich zusätzliche Informationen für die Partner von Wüsthof zur Verfügung zu stellen. DIGEST: Wie sehen Sie die Zukunft des Internets? Harald Wüsthof: Ohne das Informationsmedium Internet ist das Leben heute schwer vorstellbar. Insbesondere bei der Informationsbeschaffung spielt das Internet eine zentrale Rolle. Dabei wird das mobile Internet immer wichtiger. Durch die Entwicklung internetfähiger Handys und der schnelleren Übertragungsgeschwindigkeiten ergeben sich neue Möglichkeiten. Außer acht lassen darf man auch nicht die Thematik E-Commerce. Hier wird sich in den nächsten Jahren noch viel tun. DIGEST: Und welchen Nutzen kann der Fachhandel aus den neuen Medien ziehen? Harald Wüsthof: Dem gewandelten Kaufverhalten des Konsumenten kann sich der Fachhandel nicht entziehen. Persönlich glaube ich jedoch, dass es bestimmte Artikel und Produktgruppen geben wird, die mehr im klassischen Fachhandel als bei Onlineshops gekauft werden. Messer gehören meines Erachtens eindeutig hierzu. Schon jetzt gibt es eine Reihe von renommierten Händlern, die beides umsetzen: Fachgeschäft mit zusätzlichem Onlineshop. Wüsthof steht zum Fachhandel, ohne Wenn und Aber! Bei der Umsetzung eines Onlineshops bieten wir unseren Händlern gerne Unterstützung an. Voraussetzung für den Wüsthof-Online-shop ist die E-Commerce-Vereinbarung. Hier wird die Zusammenarbeit klar und sauber definiert. Fairer Wettbewerb hat für uns höchste Priorität.
www.wusthof.com
www.dekoop.de