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Elisabeth Gürtler
(Copyright 2006
Katharina Schober) |
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Im Café Sacher in Wien wird heute noch die Kaffeehauskultur zelebriert. |
Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler weiß, was Ihre Gäste
wollen
Fürstliches Ambiente, grandiose Küche und königliche Ruhe – all dies bietet das weltberühmte Hotel Sacher seinen Gästen. Doch nicht nur das sehr zuvorkommende Team dieser noblen Adresse sorgt für ein Höchstmaß an Stil, Komfort und Service, sondern ganz besonders auch die Sacher-Chefin selbst. Die Rede ist von Elisabeth Gürtler.
Die Adresse des exklusiven Hotels, das als absolutes Synonym für Luxus und Eleganz gilt, ist top: inmitten von Wien, mit Blick auf die Staatsoper und die Flaniermeile Kärntner Straße. Doch Elisabeth Gürtler, die von ihrem Büro aus diesen Blick jeden Morgen genießen könnte, interessiert nicht so sehr die schöne Location, sondern vielmehr die Geschicke ihres Hotels und die Bedürfnisse ihrer zahlreichen hochkarätigen Gäste.
Da ist es auch nicht verwunderlich, dass das Hotel Sacher, in dem sich moderner Lifestyle und Komfort mit dem Charme der Habsburger Monarchie und alter Tradition aufs Beste vereinen, nicht allein nur ein Eldorado für anspruchsvolle Hotelgäste ist, sondern auch für all jene Besucher, die mit dieser Adresse sofort die weltberühmte Sachertorte assoziieren.„Gastgeberin zu sein ist etwas Wunderschönes“, sagt Elisabeth Gürtler. Sie ist zwar der Inbegriff der modernen Geschäftsfrau - kompetent, weltgewandt, kommunikativ, selbstbewusst und mit dem nötigen Quantum Selbstironie ausgestattet, das eine Unternehmerin sozial verträglich macht -, doch was auf den ersten Blick den Eindruck des schönen Lebens einer Lifestyle-Frau erweckt, relativiert sich schnell, wenn Elisabeth Gürtler darüber spricht, wie sie ihr Hotel führt und wie sie es geschafft hat, mit der Einrichtung eines exklusiven Spas das Hotel Sacher zu einer Wohlfühloase zu machen, die geradezu zum Langzeitverweilen einlädt. Dann schaltet die aparte Frau wie auf Knopfdruck um, trägt Zahlen vor, spricht von Strategien und Perspektiven. Und das aus gutem Grund, ist sie doch eine umtriebige Unternehmerin in einer umtriebigen Branche, die fast immer noch von Männern dominiert wird.
Ins Cafe Sacher Wien auf eine feine Tasse Melange
Riskiert man nun einen Blick auf die Historie des Hotels, so liest sich diese im Zeitraffer so:
1876 eröffnete der Sohn des Erfinders der Original Sacher-Torte, Eduard Sacher, das Hotel Sacher in Wien und schaffte es binnen kürzester Zeit, diese Adresse zum weltweit bekannten Treffpunkt von Persönlichkeiten aus Adel und Politik, Wirtschaft und Kunst zu machen. Nicht nur, dass das Hotel Sacher heute von den Familien Gürtler und Winkler privat geführt wird und ganz zweifellos eine Wiener Institution ist, vergleichbar mit dem Stephansdom oder den Wiener Sängerknaben, sondern es hat sich längst herumgesprochen, dass Gastlichkeit hier ohne Kulinarik und eine exzellente Gourmetküche von Sacher-Küchenchef Werner Pichlmaier undenkbar ist.
So lädt u.a. das exklusive Restaurant ‚Anna Sacher’ zum Dinner ein oder die feinen Salons ‚Mayerling’ und ‚Metternich’, aber auch die noble ‚Schönbrunner Loge’ oder die ‚Blaue Bar’. Und – man ahnt es schon – natürlich das weltbekannte Café Sacher, das ein Ort ist, in dem der Gast gerne in Ruhe seine Zeit mit einem köstlichen Stückchen Original Sacher-Torte mit Schlagobers sowie mit einer der vielen angebotenen Kaffeespezialitäten verbringt. Überhaupt spielt der Kaffee im Hotel Sacher eine bedeutende Rolle. So hat der Gast bei der Auswahl aus der Vielzahl der angebotenen Kaffeespezialitäten dann auch stets die Qual der Wahl. Soll es nun der kleine ‚Schwarze’ sein oder doch der große, der kleine ‚Braune’ oder der große, die ‚Melange oder der ‚Einspänner’, der ‚Fiaker’ oder der ‚Biedermeier’, der ‚Pharisäer’ oder vielleicht doch die ‚Maria Theresia’?
Auch Elisabeth Gürtler liebt den Genuss der frischen Bohne, und das mehrmals am Tag. Dann nippt sie gerne mal an einem kleinen ‚Braunen’ und genießt die wenigen Minuten der Ruhe, die ihr eigentlich nur selten vergönnt sind. Dass sie – neben dem Hotel – auch die Geschäftsführung der weltberühmten Spanischen Hofreitschule übernommen hat, spricht für ihren ungeheuren Elan. Und da sie eine Perfektionistin ist, die ihre präzisen Vorstellungen von dem hat, was gerade getan werden muss, ist sie auch verantwortlich für das edle und äußerst geschmackvolle Interieur des Hotels. Elisabeth Gürtler ist zudem eine Frau, die es geschafft hat, die ‚gläserne Decke’ zu durchbrechen, jene unsichtbare Hürde zu nehmen, über die so viele Frauen stolpern, die ein großes Unternehmen leiten. So übernahm die Mutter von zwei erwachsenen Kindern, nach dem Tod ihres geschiedenen Mannes die Sacher-Hotels in Wien und Salzburg und kümmert sich zudem noch um die Belange der elterlichen Hotels.
Dabei berichtet sie von ihrer vielfältigen Arbeit mit einer Freude, die erkennen lässt, dass sie dieses Engagement sehr mag. Bleibt bei ihrem engen Terminkalender und ihrem hohen Arbeitspensum noch Platz für ein Privatleben, für Freunde, für Hobbys? Sie lacht: „Bei richtiger Zeiteinteilung bleibt immer noch Raum für Privates. Dann beobachte ich am liebsten meine Enkelkinder und spiele mit meinem Hund.“ Dass sie auch ganz bewusst die wenige gemeinsame Zeit mit ihrem Lebensgefährten, dem renommierten Burgschauspieler und Regisseur Helmut Lohner, genießt, lässt sie dabei nicht unerwähnt. Ihr privates Zuhause bezeichnet sie als „Oase“ und als den Ort, an dem sie sich fallen lassen kann.
Waltraud Morawietz
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Sacher-Ambiente: moderner
Lifestyle und Komfort mit dem Charme der Habsburger Monarchie |
www.sacher.com
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